Abteilung Holztechnik

Abteilung Holztechnik
am Felix-Fechenbach-Berufskolleg
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32758 Detmold

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Presseberichte

Detmolder Fachschule für Baudenkmalpflege und Altbauerneuerung im Wandel

Bundesweites Novum – Kombination von Meisterprüfung und Technikerabschlussarbeit

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Das 2010 abgeschlossene Projekt
Moderne Seminar- und Schulungsräumen im Speichergebäude auf Gut Herberhausen

Mit ihrem 25-jährigen Bestehen geht die Fachschule für Baudenkmalpflege am Felix-Fechenbach-Berufskolleg in Detmold neue Wege. Die Erweiterung des Lehrplans in Richtung ökologischer Bauweisen und energieeffizientem Bauen entspricht den zukunfts-gerichteten Anforderungen, die gegenüber der Restauration unter baudenkmalspflegerischen Gesichtspunkten zunehmen werden. Zudem ist nun die Aufnahme von Bewerber mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung im Bauhaupt- und Nebengewerbe möglich.

Die Lehre der Fachschule ist seit ihrer Gründung im Jahr 1985 grundsätzlich praxisorientiert. Die Lerninhalte werden durch die Restauration von bestehenden, denkmalgeschützten Gebäuden und ggf. ihrer Umnutzung vermittelt. Die Schrittfolge Bauaufmaß und Schadensermittlung, Konzeptplanung und letztlich die praktische Umsetzung ermöglichen den Studierenden einen ganzheitlichen Einblick in die Baudenkmalpflege und Altbauerneuerung im Spannungsfeld traditioneller und moderner Arbeitstechniken unterschiedlichster Baugewerke. Ergänzend haben die Studierenden die Möglichkeit, sich mit musealen Restaurierungstechniken im größten deutschen Freilichtmuseum, dem LWL Freilichtmuseum Detmold, vertraut zu machen. Im Verlauf der zweijährigen Technikerausbildung durchlaufen die Studierenden drei Museums-Blöcke. Zusatzqualifikationen im Bereich Lehmbau und Energieberatung werden angestrebt.

Neue Baustelle auf dem Rittergut
In den vergangenen Jahren wurden zahlreiche Gebäude durch die Fachschule restauriert. Das bereits fertiggestellte Speichergebäude (s. Abb 1) auf dem ehemaligen Rittergut Herberhausen dient heute als modern ausgestattetes Seminarhaus mit Wohnmöglichkeiten für die Studierenden. Als neue Schulbaustelle auf dem gleichen Gelände konnte der große Kuhstall auf dem gleichen Gelände eingerichtet werden.

Bundesweites Novum – Kombination von Meisterprüfung und Technikerabschlussarbeit
Dank konstruktiver Verhandlungen mit Vertretern der Handwerkskammer zu Bielefeld bietet Detmold seinen Studierenden neben dem Abschluss des staatlich geprüften Technikers für Baudenkmalpflege und Altbauerneuerung die Anerkennung der Teile II, III und IV der Meisterprüfung im Tischler-oder Zimmerhandwerk. Ein bundesweites Novum ist die Kombination der Technikerabschlussarbeit mit dem sogenannten Handlungsprojekt der neuen Meisterprüfungsordnung (Teil I, vormals Meisterstück). Die projektorientierte Abschlussarbeit bietet den Handlungsrahmen für das Handlungsprojekt der Meisterprüfung. Zwei getrennte Prüfungsteile bleiben zwar bestehen. Durch die inhaltliche Verbindung beider Prüfungsteile werden jedoch Synergieeffekte für Prüfer und Studierende bzw. Meisterprüflinge erreicht werden. Diese Kombination der Prüfungsteile in Detmold hat Modellcharakter.

Das Erreichen der allgemeinen Fachhochschulreife durch die bestandene Abschlussprüfung bleibt auch nach der neuen Ausbildungsordnung Bestandteil der Technikerausbildung.

Angestoßen durch den neuen Lehrplan arbeitet die Fachschule mit der Fachschule für Baudenkmalpflege in Schloss Raesfeld/Borken zusammen. So ist beispielsweise ein zeitweiliger Schüleraustausch, mit entsprechenden fachlichen Schwerpunkten seitens der beiden Fachschulen geplant.

Die Detmolder Fachschule nimmt zweijährig auf. Für den Ausbildungsjahrgang 2013/2014 werden Anmeldungen entgegen genommen.

eck, Mai 2011

WG in der Schnapsbrennerei

Restaurierung des „Speichers“ 2009 abgeschlossen – Noch kein Nutzungskonzept für das „Torhaus“ (LZ vom 10.09.2008)

Detmold-Herberhausen;(hel). Nur noch ein paar verrußte Balken zeugen von der ursprünglichen  Funktion des „Speichers“ auf Gut Herberhausen.Als Schnapsbrennerei schon lange ausgedient, wird das Gebäude aus dem Jahr 1826 künftig als Wohn- und Seminarstätte genutzt.
Ende des Jahres sollen die ersten Räume bezugsfertig sein.
Seit 2004 restaurieren Schüler der Fachschule für Baudenkmalpflege auf Initiative der Stadt Detmold den „Speicher“. Neben Tischler- und Zimmermannsarbeiten, zählen auch das Ausmauern der Gefache nach denkmalgerechten Aspekten und das Eindecken der Traufenbereiche mit historischen Hohlpfannen zu ihrem Aufgabenbereichen. „So ziehen sowohl die Schüler als auch wir einen Nutzen aus dem Projekt“, betont Clemens Heuger von der Unteren Denkmalbehörde der Stadt.
„Neben zwei Wohngemeinschaften im Obergeschoss für fünf Fachschüler, entstehen auf der Zwischenetage Ausstellungsräume,
die den Verlauf der Restaurierung dokumentieren“, erzählt Holger Strauß von der Schule. Das Erdgeschoss bietet Platz für einen großen Schulungsraum. Ein Büro und eine Werkstatt runden die neue Funktion des Gebäudes ab.
Den Charme vergangener Zeiten bewahrt sich der „Speicher“durch einen Brunnenschacht im Eingangsbereich, aber auch kleine Details wie schiefe Balken und abschüssige Böden weisen auf das Alter des Hauses hin. Wenn im kommenden Sommer die Arbeiten abgeschlossen sein werden, haben rund 100 Schüler an der Restaurierung des Gebäudes mitgearbeitet. Die Kosten belaufen sich auf 880 000 Euro, die von Land, Stadt und Kreis getragen werden. Weitere Maßnahmen sind angedacht: „Der benachbarte Kuhstall ist im Gespräch“, berichtet Joachim Heine von der Fachschule. Auch die Arbeiten am „Torhaus“auf Gut Herberhausen gehen voran. „Wir sind derzeit mit dem Rückbau und der Restaurierung des ursprünglichen Gefüges beschäftigt“, erklärt Eigentümer Erasmus Drücker, der das marode Gebäude von der Stadt übernommen hatte. Ein Nutzungskonzept liegt aber derzeit noch nicht vor: „Gewerbe- oder Wohnzwecke sind möglich“, so Drücker.
Wer sich selbst von den Restaurierungsarbeiten überzeugen möchte, kann dies am kommenden Sonntag beim Tag des offenen Denkmals.
Informationen zur Ausbildung an der Fachschule für Baudenkmalpflege gibt es unter: www.fsb-detmold.de

Holger Strauß, September 2008

Auf Kontraste gesetzt

13 neue Tischlermeister am Felix-Fechenbach-Berufskolleg

Altes und Modernes meisterlich verbunden:Christian Lellau (26) vor seinem Meisterstück, einem Waschtisch aus Eiche mit einer Schieferplatte und einem alten Becken. Foto: LZ, Wygas
Medienschrank als Sideboard aus massiver Weißesche von Jörg Szepokat. Foto: Eck
Kontrast in der Oberfläche mit sägerauher Schubkastenfront. Foto: Eck

Detmold (wys). Quasi im Schlaf sei ihm die Idee gekommen, einen Waschtisch zu bauen. Das hat Christian Lellau dann auch so gut in die Tat umgesetzt, dass er sich jetzt Tischlermeister nennen darf. Insgesamt 13 Teilnehmer haben die Meisterprüfung am Felix-Fechenbach-Berufskolleg diesmal bestanden und zeigten jetzt ihre selbst gefertigten Werke. „Ich will mit dem Waschtisch Altes und Modernes verbinden“, sagt der 26-jährige Christian Lellau. Daher hat er einen Stollenschrank aus Eiche gefertigt und darauf eine Schieferplatte gelegt, auf die er ein altes Waschbecken montiert hat. Auf Kontraste setzt auch der 42-jährige Jörg Szepokat bei seiner Meisterarbeit. Seine schlichte, flache Kommode aus massiver Weißesche für Fernseher, DVD-Player und andere Geräte, weist verschiedene Holzoberflächen auf. „Während die Oberseite ganz glatt ist, sind die Schubladen sägerau gearbeitet“, erläutert Szepokat. 136 Stunden hat der 42-Jährige in seine Arbeit investiert. „In diesem Jahr haben wir nur 13 Teilnehmer, die ihren Meister gemacht haben, vergangenes Jahr waren es 22, davor sogar etwa 40“, sagt Bernd Krumme, Lehrer am Felix-Fechenbach-Berufskolleg. Immer weniger Berufstätige besuchten die Fachschule für Holztechnik oder die für Denkmalpflege. Nur im Rahmen dieser Qualifikation können sie auch ihre Meisterprüfung ablegen. „Doch während der zweijährigen Ausbildung können die Teilnehmer nicht berufstätig sein. Das Risiko, seinen Job für einige Zeit aufzugeben, gehen eben nicht mehr so viele ein“, meint Krumme. Daher bietet das Berufskolleg diese Ausbildung seit einem Jahr auch in Teilzeit an – an zwei Wochentagen und samstags, über einen Zeitraum von vier Jahren. © 2007 Lippische Landes-Zeitung, Montag 06. August 2007

FFB Admin, August 2007

Strenge Symmetrie

aus der BM-Extra-Karriere 2006/2007Meisterstück aus der Fachschule für Baudenkmalpflege

Einen ansprechenden Hängeschrank zur Unterbringung vieler CD`s entwarf Nils Klöpping. Das Meisterstück überzeugt durch seine feine Aufteilung und bildhafte Front, wobei der Meisterschüler zwischen die Rahmenfriese aus Elsbeere schöne Quadrate aus Nussbaumholz eingesetzt hat. Das Stück ist ist größtenteils aus Massivholz hergestellt. D.h. der Korpus ist aus Elsbeere mit Fingerzinken verbunden. Die Fronten sind aus massiven Rahmenteilen. Die quadratischen Füllungen wurden - um das Stehvermögen zu erhöhen - aus zwei Massivholzteilen aus Nussbaum mit einer innen liegenden, 5 mm dicken Furnierplatte verleimt. Die Front besteht aus zwei Zügen, die jeweils seitlich mit CD´s bestückt werden können. Dazu sind die einzelnen Fächer leicht schräg gestellt und haben hinten eine kleine Leiste als Anschlag. Oben und unten sind doppelte Führungsauszüge aus Massivholz eingearbeitet, die einen Vollauszug der einzelnen Züge ermöglichen. Im unteren Teil hat der Meisterschüler einen Schubkasten quer im Korpus angeordnet, der beidseitig auszuziehen und mit einem Kugelschnäpper arretiert ist. Das Meisterstück entstand an der Fachschule für Holztechnik, Detmold. (wp) BM-Fotos: Frank Herrmann

Holger Strauß, August 2006

Bald im Freilichtmuseum zu bestaunen

Angehende Baudenkmalpfleger demontieren eine 70 Jahre alte FeldscheuneAus der Lippe Aktuell vom 29.07.2006

Lage-Hörste (lam). Unweit des Hauses Stapelage stand 70 Jahre lang eine alte Feldscheune, die einerseits landschaftsbildprägend war, andererseits Wanderern Schutz vor den Unbilden der Witterung bot.

Angehende Baudenkmalpfleger beziehungsweise -techniker der Felix-Fechenbach-Schule demontieren die marode Scheune, die ihren ursprünglichen Zweck schon lange nicht mehr erfüllen konnte, und transportieren sie in das Freilichtmuseum Detmold. Dort soll sie im nächsten Jahr wieder aufgebaut und den Besuchern zur Schau gestellt werden. Feldscheunen sind reine Zweckbauten und entsprechend einfach gestaltet. Als Baumaterial finden sich überwiegend Ziegelsteine und Holz. Unmittelbar nach der Ernte wurde in früheren Zeiten das frisch geschnittenen Getreide in Feldscheunen zum Trocknen eingelagert, weil die Hofscheunen dafür nicht genügend Platz boten. Wegen veränderter Erntemethoden werden Feldscheunen heute jedoch kaum noch benötigt. Entsprechend schlecht ist oft der Zustand. Dr. Martin Ellermann, der Eigentümer der Feldscheune, und das Freilichtmuseum verständigten sich darauf, das Gebäude abzutragen und im Museum neu aufzubauen. So bleibt ein altes Stück Hörste/Stapelage der Nachwelt erhalten und kündet anschaulich vom Leben unserer Vorfahren.

Holger Strauß, August 2006

Schüler bauen ihre Schule

aus der bm 07.2006

30.06.2006
Projektarbeit in Detmold: Schüler bauen ihre eigene Schule
Gutshof wird Schule

Thema: Aus- und Weiterbildung
Ausgabe: 07/2006
Seite: 92
Der Kornspeicher auf dem Gut Herberhausen in Detmold.
Die Deckenbalken werden abgebohrt und mit Dolden gesichert.
Farbliche Gestaltung der restaurierten Schwelle und des Ständers. Deutlich zu sehen ist die Restaurierung der Schwelle mit einer Blattung.
Am Fuße des Hermannsdenkmals in Detmold restaurierten und modernisierten die Schüler der Fachschule für Baudenkmalpflege und Altbauerhaltung, Detmold, den Kornspeicher des Gutshofes Herberhausen. Die Wiederherstellung dieses Baudenkmals ermöglicht Schülern und Lehrern einen Unterricht, von dem viele Pädagogen träumen: Selber planen, selber bauen und dann selber nutzen.

Als die Stadt Detmold der Fachschule für Baudenkmalpflege im Jahre 2001 das Angebot unterbreitete, ein Fachwerkgebäude langfristig zu restaurieren und zu nutzen, galt es zuerst viele Anträge und Schriftstücke verfasst. Nach umfangreicher Planungsphase, begannen die Fachschüler im Jahre 2004 mit den Wiederherstellungs- und Umbauarbeiten des Speichergebäudes.

Das Speichergebäude gehört zu dem erstmals 1411 urkundlich erwähnten Gut Herberhausen. Laut einer dendrochronologischen Untersuchung des Fachwerks wurde das Gebäude Anfang des 19. Jahrhunderts errichtet. Als die Fachschule die Schadenskartierung des Gebäudes erstellte, zeigten sich dem Alter entsprechend erhebliche Mängel.

Nachdem der Befund gesichtet wurde, planten die Schüler, zusammen mit den Lehrern der Fachschule die Restaurierung. In der anschließenden Bauphase zeigte sich schnell, dass es neben Tischler- und Zimmermannsarbeiten noch viele andere Gewerke gibt, die von den Schülern mit bewältigt werden müssen. Dazu zählt das Ausmauern der Gefache nach denkmalgerechten Aspekten und mit denkmalverträglichen Baustoffen ebenso wie das Eindecken der Traufenbereiche mit historischen Hohlpfannen. Zudem konnte ein Einblick in den Lehmbau gewonnen werden, indem Lehmmörtel für die Verfüllung von Mauerzwischenräumen hergestellt und ein Lehmputz auf die neu ausgemauerten Gefache aufgetragen wurde. Ebenso werden anspruchsvolle Maurerarbeiten von den Fachschülern geübt und fachgerecht ausgeführt.

Auch das Erstellen von Farbkonzepten für die farbliche Gestaltung vorhandener und neuer Bauteile wie Fachwerk und Fenster sowie deren Einstufung und Bewertung hinsichtlich denkmal-verträglicher Lösungen gehört mit zur Ausbildung. Somit ergibt sich für die Fachschüler ein Lernobjekt, bei dem der Begriff der „Ganzheitlichkeit“ die Ausrichtung der Unterrichtsstruktur nicht nur existiert, sondern auch gelebt wird.

Geplant ist eine Bauphase von ca. 6 Jahren. So haben 3 Schülergenerationen die Möglichkeit, an diesem realitätsnahen Projekt mitzuwirken und zu gestalten. Dabei wird von den Schülerteams gezeigt, dass es nicht immer nur eine „richtige“ Lösung gibt, sondern Varianten und Lösungsversuche zum „sinnhaften“ Lernzuwachs führen. Dass bei diesen Arbeiten neben der Fachkompetenz auch die Sozialkompetenz gefördert wird, versteht sich von selbst.

Der Gedanke einer „Denkmalpflege zum Anfassen“ zeigt sich auch in der geplanten Nutzung des Speichergebäudes. Ist es erst einmal fertig gestellt, ergibt sich ein völlig neues Konzept. Schülerwohnungen im Obergeschoss und Seminar- und Schulungsräume im Unter- und Zwischengeschoss zeigen schon, dass die Fachschule für Baudenkmalpflege eine Außenstelle bekommt, die beispielhaft für moderne Denkmalpflege stehen kann.

Das Gebäude wird in Teilen ein „gläsernes Haus“ sein. Der Betrachter kann in Bauteile hineinschauen, die Baustoffauswahl und den konstruktiven Aufbau einzelner Bauteile erfassen und „begreifen“! Zudem bieten noch leer stehende Gebäude auf dem Gutshof weitere Einsatzbereiche der Fachschule.

Die Fachschule bietet eine zweijährige Ausbildung zur Baudenkmalpflegerin bzw. zum Baudenkmalpfleger in Vollzeitform an. Sie ist eine spezialisierte, berufliche Weiterbildung. Mit bestandener Abschlussprüfung wird der Titel „staatlich geprüfte Technikerin / geprüfter Techniker für Baudenkmalpflege und Altbauerhaltung, Fachrichtung Holz“ erworben. Voraussetzung ist eine Berufsausbildung als Zimmerer, Tischler oder Holzmechaniker mit anschließender einjähriger Berufstätigkeit.

Neu ist der Ausbildungsgang zum Denkmaltechnischen Assistenten, der ab August 2006 startet. Die dreijährige Berufsfachschule für Denkmaltechnik bereitet auf einen qualifizierten beruflichen Einsatz im Bereich der Baudenkmalpflege und Altbauerhaltung vor.

Fachschule Holztechnik Detmold

32758 Detmold

www.fsb-detmold.de

Holger Strauß, August 2006

Meisterhafte Meisterstücke

aus der LZ vom 22.August 2005

Präsentieren den Besuchern die Meisterstücke:Bernd Krumme (rechts) und Werner Meier, Lehrer an der Fachschule für Holztechnik.Foto: Gerstendorf-Welle

Möbel mit vielen interessanten Details fein ausgearbeitet

Detmold (ger). Ideenreiche, funktionale, feinst ausgearbeitete Meisterstücke der Tischlerkunst sind jetzt in der Schule für Holztechnik an der Klingenbergstraße zu bewundern. Ausgestellt werden die Möbel der "Beinahe-Meister" aus den Bereichen Holztechnik und Baudenkmalpflege, eingereicht für die Abschlussprüfung.

Innerhalb von fünf Wochen erarbeiteten 19 Schüler im Bereich der Holztechnik und neun in der Baudenkmalpflege Möbelstücke, die den jungen Männern nach Prüfung den Titel "Meister" einbringen werden. "Ein hoher Schwierigkeitsgrad muss eingehalten werden", erklärt Werner Meier, der zusammen mit seinem Kollegen Bernd Krumme die Planungsphase der Möbel anfänglich begleitet. Sie geben den schon ausgebildeten Tischlern, Zimmerleuten und Holzmechanikern in der zweijährigen Vollzeitausbildung das notwendige Rüstzeug, um die Meisterschaft zu erlangen.
In den Ausstellungsstücken finden sich wundervolle, teils versteckte, aber immer schöne Details - ausgefeilt und umgesetzt in warmem Holz, in zart geschwungenen oder geraden, sachlichen Linien. Für die Bewertung der Stücke zählen die eigenen Ideen bei der Gestaltung. Die Prüfungskommission bewertet die Auswahl der Materialien, Maßgenauigkeit, sauber eingelassene Beschläge, die Oberflächenbeschaffenheit, natürlich insbesondere die Funktionalität der Möbel und die Vor- und Nachkalkulation der angehenden Meister für ihr Stück.
"Es werden keine Stilrichtungen bevorzugt. Schön, funktional und werkstoffgerecht soll es sein", sagt Meier und weist auf eine besonders gelungen geratene Anrichte aus drei unterschiedlichen Hölzern, wobei die außen sichtbare Maserung der Türen in eine Art Dreieck zueinander verläuft. Ein weiterer Schrank scheint in einem Rahmen zu schweben. Die Verbindung schafft eine nahezu unsichtbare Scheibe. Bei einem CD-Schrank zeigt sich, wie gelungen auch so ein scheinbar einfaches Möbel wirken kann.

Holger Strauß, August 2005

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