Abteilung Holztechnik

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Layout & Realisation
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Kalk einlöschen

Als Grundprodukt für verschiedene Arbeiten in der Denkmalpflege wird Kalk verwendet.
Man kann gelöschten Kalk als Fertigprodukt kaufen, oder ungelöschten Kalk selber einlöschen. Dieser Arbeitsschritt war früher bei Maurern und Malern alltäglich, ist aber durch die zunehmende Verwendung von Zementprodukten immer mehr in den Hintergrund gerückt. Früher wurden spezielle Kalkwannen dazu verwendet. Wir haben uns aus Bohlen eine einfache Wanne gebaut, die mit Folie ausgeschlagen ist.

Das Löschen von Kalk ist eine stark exotherme chemische Reaktion. Bei Arbeiten mit ungelöschten Kalk müssen unbedingt Schutzbrillen und Handschuhe getragen werden. Bei Kontakt mit Haut und Schleimhäuten kommt es zu Reizungen.

Ist der Kalk gelöscht und einige Zeit "eingesumpft" ist er nicht mehr so stark reizend wie beim Einlöschen.

Die Vorbereitungen

Die Kalkwanne wird vorbereitet (rechts im Bild Schüler Michael Klar)
Wasser zum Einlöschen bereithalten

Das Einlöschen

Zunächst wird Wasser in die Wanne gelassen, dann wird nach und nach der Kalk in das Wasser (! niemals umgekehrt !) gegeben. Es ist darauf zu achten, dass stets mehr Wasser in der Wanne steht, als minimal nötig ist, da sonst die Reaktion zu heftig wird.

(links: Sven Rathjen, mitte: Joachim Heine, rechts: Benjamin Siewert)
Beim Einlöschen entsteht Wärme (bis über 70°C) und Wasserdampf. Durch ständiges Rühren werden Klumpen vermieden.
Zwischendurch muss Wasser nachgeschüttet werden. (v.l.n.r.: Sven Rathjen, Michael Klar, Bastian Meink, Joachim Heine)
In diese Kalkwanne haben wir 8 25kg Säcke Kalk eingelöscht. Man kann gut sehen, wie der Kalk "kocht".
Gelöscht ist der Kalk unbegrenzt lagerbar. Es muss jedoch stets eine Schicht Wasser die Oberfläche von der Luft trennen, da der Kalk durch Luftkontakt abbindet.

Der Kalk ist Grundlage für Kalkmörtel, Kalkputz und Kalk-Kasein-Farbe.

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